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Tschernitz erste Urkunde
Die erste urkundliche Erwähnung von Tschernitz findet sich ineinem Lehnsbrief, ausgestellt in Sagan am 2. Montag nach Ostern des Jahres 1508 wie folgt:
"Von Gottes Gnaden wir Georg Herzogk zu Sachsen, Römischer Kayserlicher Majestät und des heiligen römischen Reiches erblicher Gubernator in Frieslanden, Landgraf zu Duringen und Markgraf zu Meysen belehen, Fötschen und Hansen von Berge mit Ternischko und Jemmelnitz , priebusschen Weichbildes, mit allen Gnaden, Rechten und Gerechtigkeiten, Gerichten , Obersten und Niedrigsten, über Hals und Hand, Blutrünsten, Freveln, Gewalt, Zetter-Gescheyen und mit allen Nutzen, wie sie solche Dörfer von Friedrich Kurfürst, Johann Herzog zu Sachsen und Georg selbst zu Lehn gehabt."
Somit waren um das Jahr 1500 Valentin und Hanns vom Berge die Besitzer von Tschernitz.
Weitere Recherchen ergaben, daß Tschernitz erstmalig bereits im Jahre 1283 erwähnt wurde:
1253 erhielt die Kirche in Schiedlo an der Oder vom Markgrafen u.a. in opido Zommerfeld gewisse Einkünfte von jedem Hof. "Marktgraf Heinrich der Erlauchte von Meißen und der Ostmark (Lausitz) übereignet der Kirche zu Schiedlo 26 Scheffel Winterkorn im Dorfe Tzermenitz (Tschernitz nordwestlich von Muskau...)" (1283, Oktober 20., Dresden)
Ein Teilabschnitt aus der Urkunde lautet:
"...in Shidelow, in honore beati Georgie martyris dedicatae, donavimus appropriavimus ac praesentibus appropriamus
26 modios hyemalis annonae sitos in villa Tzermenitz
duas marcas in teloneo Muzckow..."
Ortschronistin Heike Balzer
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