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Ein Beitrag zur Geschichte der Niederlausitz
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Grenzen der Niederlausitz
Das Gebiet der Niederlausitz hat eher fließende Grenzen und es nimmt nicht wunder, dass es über deren Verlauf durchaus unterschiedliche Auffassungen gibt. Ich will den Versuch dennoch wagen, Linien zu ziehen. Zunächst der Norden. Hier verläuft die Grenze etwa mit dem Spreelauf, welcher sich bei Fürstenwalde nach Westen auf Berlin zu bewegt. Verlängern wir eine gedachte Linie nach Osten bis zur Oder und gehen wir der Spree nach auf Berlin zu, dann haben wir etwa die Nordgrenze der Niederlausitz beschrieben.
Danach zum Westen. Hier verbinden wir Zossen durch eine gerade Linie mit Bad Liebenwerda. Alles was östlich dieser Linie liegt, rechnen wir der Niederlausitz zu. Dass manches davon strittig ist, soll uns dabei nicht stören.
Den Kern des Landes bildet der Spreelauf. Sie, die Spree, ist der Fluss der Niederlausitz. Ihr Charakter, geprägt durch das flache Land, das dem Wasser nur widerwillig Gefälle gibt, dazu mit seinen sandigen Höhen auch noch Barrieren bildet, die den Wasserlauf zu mannigfachen Windungen zwingen, gibt dem Land seine Gestalt und seine Mythen.
Der sich windende Flusslauf der Spree und die sie begleitenden Sumpfgebiete zerschnitten in alter Zeit das Land, erschwerte Kommunikation und Verkehr.
Die Heede ist hierzulande Kiefernwald auf dürftigstem Standort. Auch dort, wo von den Fichten gesprochen wird, sind immer nur Kiefern gemeint. Man geht in die Heede oder in die Fichten, wenn man in den Wald geht. Dieser mag in alter Zeit durch Birke und Ahorn ergänzt gewesen sein, ist sicher aber auch deutlich lichter und immer wieder unterbrochen von Ginsterflächen und freien Sanddünen gewesen. Die seinerzeitigen Waldhutungen mussten Wirkung zeigen und sind am Wald nicht spurlos vorbei gegangen. Und noch etwas ergänzt das Landschaftsbild.
Um etwa 600 v.d.Ztr. verließen germanische Stämme den Raum der Niederlausitz und zogen in Richtung Westen. Slawen aus dem Weichselraum und aus den Karpaten besiedelten das freigewordene Land. Bald verschmolzen sie mit hier verbliebenen germanischen Familien.