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Teufelsstatue sorgt für Morddrohungen gegen Bürgermeister
Eine neue Teufelsstatue sorgt im deutschen Esslingen für Aufruhr. Nach Schmierereien und Morddrohungen
gegen den Bürgermeister ermittelt nun die Polizei.
Doch dass das Stück Stadtgeschichte nun in dieser Form verewigt wurde, kommt nicht bei allen gut an, berichtet
der SWR. So findet jemand: «Eine Satansfigur auf dem Rathausplatz ist keine Bereicherung, sondern
geschmacklos.» Andere sind der Meinung, man solle lieber die Marktfrau darstellen. Eine Online-Petition zur
Beseitigung der Teufelsfigur wurde von fast 6000 Menschen unterschrieben.
Massiver Widerstand aus der Bevölkerung
«Ein christlich geprägtes Land, ein Weihnachtsmarkt-Stadtzentrum, Familien mit Kindern – die goldene
Teufelsfigur sendet Signale, die viele Esslinger nicht mit ihrer Identität verbinden können. Kunst darf
provozieren – aber auf einem zentralen Platz sollte sie niemanden ausschliessen oder verletzen», heisst es in der
Petition.
Weil neben zahlreicher unsachlicher Kritik auch Morddrohungen gegen den Oberbürgermeister
niedergeschrieben wurden, ermittelt inzwischen sogar die Polizei. Oberbürgermeister Matthias Klopfer sagt
gegenüber dem SWR derweil: «Keine Frage, die Statue bleibt stehen. Sie bereichert den öffentlichen Raum. Jeder
kann stehen bleiben, nachdenken und seine eigene Haltung dazu entwickeln.» Er wünsche sich «Offenheit für
Kunst und keine Überhöhung».
Die harsche Kritik wird auch von Klaus-Peter Lüdke, Dekan des evangelischen Kirchenbezirks Esslingen,
verurteilt: «Die Kräfte, die dort jetzt die Empörung befeuern, tun unserer Stadt nicht gut. Wir Kirchen in
Esslingen, katholisch oder evangelisch, fürchten uns nicht vor dem Teufel.» Und Bengel als Künstler sagt: «Es ist
ein bisschen absurd. Vor Ort bekomme ich nur gutes Feedback, und im Internet ist eine ganz andere Welt, als
wäre dort eine Parallelwelt entstanden.»
Der Tourismus profitiert
Die Debatte rund um die Teufelsstatue hat laut SWR jedoch positive Auswirkungen auf den Tourismus. Weil die
Thematik im Internet grosse Aufmerksamkeit erhält, zieht es unzählige Neugierige nach Esslingen. Souvenir-
Shops verzeichnen zudem eine erhöhte Nachfrage nach Mitbringseln mit Teufelsmotiven.
«Ich finde das einfach grandios. Es passt zur Esslinger Geschichte. So ist die Geschichte von der Marktfrau und
der Zwiebel so lebendig wie seit hundert Jahren nicht mehr», sagt ein Passant.
H. Aurich
H. Aurich
Darum gehts
•
Fast 6000 Menschen haben eine Online-Petition für die Entfernung der Figur
unterschrieben.
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Wegen Morddrohungen gegen Oberbürgermeister Matthias Klopfer ermittelt die Polizei; er
will die Statue behalten.
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Die Debatte lockt Neugierige an, Souvenir-Shops verzeichnen mehr Nachfrage nach
Teufelsmotiven.
Doch dass das Stück Stadtgeschichte nun in dieser Form verewigt wurde, kommt nicht bei allen
gut an, berichtet der SWR. So findet jemand: «Eine Satansfigur auf dem Rathausplatz ist keine
Bereicherung, sondern geschmacklos.» Andere sind der Meinung, man solle lieber die Marktfrau
darstellen. Eine Online-Petition zur Beseitigung der Teufelsfigur wurde von fast 6000 Menschen
unterschrieben.