Amateurfilm im Osten
Die 8 mm und Super 8 Filme unterscheiden sich entweder durch einen Stempelaufdruck, oder später durch die Farbgebung. Ein blaues Label bedeutet Normal 8 und ein grünes Super 8. Die Farbfilme gab es ebenfalls in Normal 8 und Super 8. Erstere hatten ein einfaches, rotbeschriftetes Label und die anderen ein rot gerahmtes mit Szenenbild in der Mitte.
Der Pappschuber (in verschiedenen Farben) Die Blechdose (neues Etikett sw.) Normal 8 (blau) Normal 8 Super 8 (mit Stempelaufdruck) Die Blechdose (neues Etikett farbig) Super 8 (grün) Farbfilm (Normal 8) Farbfilm (Super 8)
Was aus diesem vielstimmigen Chor von Amateurchronisten entsteht, ist nicht weniger als ein authentisches, ungeschöntes Bild der DDR-Wirklichkeit - ein Blick in den Alltag Ost in all seinen Facetten. Gerade deshalb bieten diese Filme eine ganz pointierte andere Sicht auf den DDR-Alltag, die sich den Kameras des DDR-Fernsehens entzog: Privatheit. Hochzeiten mit Familie und Freunden. Schrebergärten als Rückzugsorte, Wassersport mit selbstgebauten Surfbrettern. Reparaturen Marke Eigenbau. Anfang der siebziger Jahre heißt der erste Mann im Staat nicht mehr Ulbricht sondern Honecker. Der neue SED-Chef verspricht, den Lebensstandard der Ostdeutschen spürbar zu heben. Der Wohlstand wächst und auch ideologisch lockert die Partei die Zügel. Wir begleiten mit den Amateurfilmern unter anderem das Kollektiv des VEB Thüringer Obertrikotagen Kombinat Apolda beim Betriebsausflug nach Dresden, den Ingenieur Dieter Fickert zum Camping auf Rügen und besuchen wilde Studentenpartys im Jugendklubhaus Vorwärts in Karl-Marx-Stadt.
Super 8
DDR und Super 8 Kamera DDR-Super 8mm